
Der Mercedes W220 steht auf der Schwelle zu einem begehrten Klassiker, so lautet mein Fazit im letzten Beitrag auf dieser Seite zum W220. Noch ist er da nicht angekommen, und der Markt bietet ein recht breites Angebot zu Preisen, die (noch) erheblich niedriger liegen als beim Vorgänger W140. Dementsprechend kann man es sich bei der Suche nach einem W220 durchaus (noch!) leisten, gewisse Ansprüche zu stellen, finde ich. Ich habe darüber mal intensiv recherchiert und stelle in diesem Beitrag meinen perfekten W220 vor, was Motoren, Farben und Optionen angeht.
➡️Was wäre mir bei der Suche also wichtig?
Limousine oder Coupé❓
Wenn ich vom W220 spreche, schließe ich gedanklich den C215 mit ein – das war das Coupé zur S-Klasse, das hier erstmals eine von der Limousine abweichende Bezeichnung trägt. (Vielleicht wollte Mercedes die Doppeldeutigkeit der eigentlichen Bezeichnung C220 zur C-Klasse vermeiden.)
Und in der Tat würde ich meinen „Suchvektor“ im Falle des W220 stark in Richtung des Coupés ausrichten. Ich würde den W220 als Liebhaberfahrzeug kaufen und bräuchte die vier Türen nicht; konkret würde er (das ist noch ein bewusster Konjunktiv) bei mir in der Garage wohl meinen SL der Baureihe R129 ablösen, der noch viel weniger Platz hat. Im vorherigen Beitrag hatte ich bereits geschrieben, dass mir die elegante Linie des W220 heute (anders als damals) sehr gut gefällt – beim Coupé C215 verstärkt sich dieser Effekt für mein Empfinden noch.

Das Coupé ist bei der S-Klasse natürlich auch die seltenere, exklusivere Option. Das war schon damals so. Der neue CL600 traf in seinem ersten Vergleichstest in der auto motor und sport 1999 auf den Ferrari 456 M und den Jaguar XKR. Das Votum der Tester war eindeutig: „Der erste Auftritt in einem Vergleichstest beschert dem neuen Flaggschiff aus Untertürkheim eine Überlegenheit, wie sie deutlicher nicht sein könnte. Alles ist auf höchstem Niveau – der neue Zwölfzylinder ebenso wie das Fahrwerk. Ein neues Stück GT-Kultur ist hier entstanden“ (auto motor und sport 24/1999).

Aus Sicht eines Familienvaters ist das schöne am S-Klasse-Coupé, dass man damit auch gut zu viert reisen kann, wie das folgende Bild aus dem ersten Test des CL600 in der damaligen auto motor und sport beweist. Gegenüber meinem R129 wäre das ein Vorteil. Das Bild zeigt auch den schönen Alcantara-Himmel, der Bestandteil der Sonderausstattung Nappa-Leder Exclusiv war; mehr dazu im Kapitel für mich wichtiger Sonderausstattungen weiter unten… 😇

Man sollte sich beim Coupé C215 jedoch bewusst sein, dass dessen Karosserie, anders als bei der W220-Limousine, einen sehr innovativen Materialmix verfolgte. Neben klassischem Stahl wurde für die Karosserie auch Aluminium (Dach, Motorhaube, Rückwand, Heck-Kotflügel), Magnesium (Innenstruktur der Türen) sowie Kunststoff (Kotflügel vorne, Heckdeckel, Stoßfänger) verwendet. Es mag sein, dass Reparaturen von „Blechschäden“ damit heute, wo es die Teile nicht mehr neu gibt, erschwert werden.
➡️Fazit: Die Limousine hat auch ihren Reiz, aber am liebsten würde ich ein Coupé nehmen (auch wenn es nicht W220, sondern C215 heißt)!
Welche Motorisierung ist die richtige❓
Die Frage nach der Motorisierung ist spannend, weil die Auswahl so groß ist. Mehrere Sechszylinder, Achtzylinder und Zwölfzylinder standen im Laufe der Bauzeit zur Auswahl. Nach der Modellpflege 2002 reicht das das Leistungsspektrum der Triebwerke von 204 PS im S320 CDI mit Turbodiesel bis zu 500 PS beim Topmodell S 600. In 2003 kam dann noch der S65 dazu. Beim Coupé reduziert sich die Auswahl aber schon ein gutes Stück – das Spektrum begann mit dem CL500.
Meine Einschätzung fällt so aus: Der Sweet Spot zwischen Emotio und Ratio als Liebhaberauto dürfte der V8 im S500 (und CL500) sein, der über eine ganze Menge Leistung verfügt und zugleich als vergleichsweise robust gilt. Man kann hier einen großvolumigen V8 genießen und mit der Leistung von 306 PS, einer Beschleunigung von 6,5 Sekunden auf 100 km/h und 250 km/h Höchstgeschwindigkeit sollte man klarkommen… 😉 Der S500 war übrigens auch die (weltweit gesehen) meistverkaufte Motorversion des W220.
Bei den AMG-Modellen zeigt sich bereits, dass sie in der Sammlerszene angekommen sind, insoweit es sich um gut gepflegte Fahrzeuge handelt. Das gilt insbesondere für die im Hubraum erhöhten V12-Modelle S63 und, ab 2003, S65 AMG. In letzterem leistete der AMG-Zwölfzylindermotor leistete 612 PS und entwickelte ein maximales Drehmoment von (elektronisch begrenzten) 1.000 Newtonmetern (die Begrenzung diente dazu, das Automatikgetriebe zu schonen😂). Diese AMG-V12-Modelle waren ein Paukenschlag im Vergleich zum Wettbewerb. Das BMW-Topmodell 760i im E65 leistete stolze 445 PS, die der S65 mit über 150 Mehr-PS ziemlich deutlich übertraf. Es gab im Jahr 2003 im Grunde nichts vergleichbares. Dementsprechend teuer sind diese Autos aber auch heute – für mich kommen sie aus Preisgründen nicht auf den Wunschzettel! 😌

Für mich wäre persönlich wäre jedoch vor allem der CL600 – ohne AMG-Optimierung – interessant. Er wäre die Chance, endlich einen Zwölfzylinder mein Eigen zu nennen – vielleicht nicht das wichtigste Lebensziel, aber eben doch ein reizvolles 😉.
Beim W140 und insbesondere beim R129 war in den letzten Jahren deutlich zu beobachten, wie die Preise der 600er-Modelle angezogen haben. Das ist beim W220 nicht nicht der Fall; hier gibt es noch gut gepflegte Zwölfzylinder zu deutlich geringeren Kursen. Ich gehe davon aus, dass sich das bald ändern wird.
Außerdem hat der M137 des S600 auch den Ruf, ein gutes Stück robuster zu sein als sein komplexer Vorgänger im W140 und R129.

Der V12 konnte vor der Modellpflege (und damit noch ohne den Biturbo) nicht mit ganz so beeindruckenden Leistungsdaten glänzen; aber auch die 367 PS des Vor-Mopf-S600 sollten für viel Fahrspaß reichen… 😎

Es ist jedoch auch hier nicht zu verschweigen, dass ein S600, der nicht optimal gewartet wurde, schnell zu einem Problem werden kann. In diesem YouTube-Video geht Mercedes-Experte Jean-Pierre Zimmer bei einem solchen W220 den Dingen ausführlich auf den Grund; dieser Dialog zeigt, womit bei einem nur „halbwegs“ gepflegten S600 zu rechnen ist… 😳
➡️Für mich wäre ein top-gepflegter Zwölfzylinder im CL600 die reizvollste Wahl – endlich mal ein Zwölfzylinder, dessen Preise noch nicht angezogen sind. Es bleibt aber ein unsicheres Gefühl, was das technische Risiko angeht.
Welche Farbkombination❓
Mir ist natürlich bewusst, dass man sich das perfekte Liebhaberauto nicht frei konfigurieren kann. Trotzdem macht ein Blick in die Farbpalette von damals Spaß. Die meisten W220 wurden in den klassischen Flottenfarben (silber, schwarz mit Leder schwarz) ausgeliefert. Für mich sind beim W220 jedoch heute die besonders charaktervollen Farben interessant. Werfen wir einen Blick in den ersten Verkaufsprospekt des W220 von August 1998 und schauen uns an, was farblich zur Auswahl stand.
Nach der großen Modellpflege von 2002 wurde das Farbspektrum dann nochmal verändert.
Wenn ich frei wählen dürfte, wären für mich diese fünf Farben besonders interessant:
1. Almadinschwarz met.
Ein tiefes, fast samtschwarzes Finish mit feinen, warm-rötlich schimmernden Metallic-Reflexen, das dem W220 eine moderne und zugleich klassische Wirkung verleiht
2. Tansanitblau met.
Ein edles Blau mit leicht violettem Schimmer, das je nach Licht sehr unterschiedlich wirkt und hervorragend zur luxuriösen Ausstrahlung passt (gab es allerdings für den W220 erst ab der Modellpflege 2002)
3. Alexandritgrün met.
Ein tiefes Dunkelgrün mit leicht schimmernden, je nach Licht zwischen grünlich und fast schwarz changierenden Metallic-Reflexen
4. Azuritblau met.
Ein klassischer Mercedes-Farbton mit grünem Unterton – besonders edel in Kombination mit hellem Leder.
5. Designo Variocolor oder Designo Sonderlacke
Individuelle Designo-Farben waren selten und machen ein Fahrzeug heute deutlich einzigartig.
Hier sind ein paar bildhafte Impressionen von diesen Farben 🎨










Mein Favorit für das Interieur wäre das Nappaleder Leder helios; es war leicht gelblich, ganz hell, und passt hervorragend zu edlen, dunklen Lacktönen.

Übrigens war das C215-Coupé auch das erste Serienfahrzeug der Welt, in dem man eine Innenraumveredlung mit Naturstein bestellen konnte. Für die CL-Klasse waren auf Wunsch Zierstäbe für die Türverkleidungen, die Mittelkonsole, den Lenkrandkranz und den Schalthebelknauf aus norwegischem Granit mit bläulich schimmernden Mineralien lieferbar.
Gesehen habe ich das aber noch nie in einem Inserat, ganz zu schweigen von einem echten Fahrzeug. So nett es vielleicht wäre – für mich fällt diese Ausstattung in die Kategorie „nicht marktexistent“.
Welche Optionen sind wichtig❓
Wie bei einer Mercedes S-Klasse üblich, gab es auch beim W220 eine seeehr lange Liste mit Sonderausstattungen. Viele der Sonderausstattungen waren sogar Weltneuheiten – beispielsweise die Active Body Control, der Abstandsradar Distronic, u.v.a. Die Fahrzeuge, auf die man heute am Markt trifft, sind oftmals sehr gut ausgestattet. Echte Vollausstatter gibt es aber wiederum kaum, die Fülle der Optionen war einfach zu groß.
➡️ Worauf würde ich bei der Fülle verfügbarer Sonderausstattungen also achten?
Bei der Ausführung des Fahrwerks gab es zwei große Alternativen: Die Limousinen kamen (mit Ausnahme des V12) serienmäßig mit der Luftfederung Airmatic, worunter man sich eine niveauregulierende Luftfederung vorzustellen hat, deren Luftpolster mit einem statischen Druck von 10 bar gefüllt sind. Die Airmatic braucht heute eine regelmäßige Wartung, was aber offenbar gut möglich und – ein gewisses Budget vorausgesetzt – weitgehend unkritisch ist. (Kein gutes Zeichen sind tief liegende Fahrzeuge, wie sie jeder aufmerksame W220-Beobachter schon am Straßenrand oder in Hinterhöfen schon gesehen hat.)
Die Active Body Control (ABC) war hingegen kein Luftfahrwerk. Es gab sie bei den Limousinen gegen Aufpreis anstelle der Airmatic und serienmäßig bei den Coupés und den V12-Modellen. Die neue Technik Karosseriebewegungen beim Anfahren, Kurvenfahren und Bremsen im Keim ersticken. Bei der ABC ist die Federung mit Stahlfedern ausgelegt; in den Federbeinen befinden sich jedoch Stellzylinder, die über eine Hochdruckhydraulik mit 200 bar auf jede Regung reagieren.

Mit ABC verringern sich die Karosseriebewegungen beim Anfahren, bei Kurvenfahrt und beim Bremsen gegenüber dem Vorgängermodell im „Komfort“-Kennfeld um bis zu 68 Prozent.

Meine Einschätzung ist, dass beide Alternativen für die Nutzung als Klassiker gleichwertig gut sind. Ein gut gewarteter W220 fährt auch heute noch einfach richtig gut.
In der Szene hat sich allerdings die Erkenntnis durchgesetzt, dass das ABC-Fahrwerk bei Defekten aufwändiger zu reparieren als die Airmatic; beurteilen kann ich das persönlich nicht wirklich. Und vor allem gibt es hier ohnehin eine gewisse Zwangslogik: Sowohl das Coupé als auch die V12-Limousine gab es nur mit dem ABC-Fahrwerk; bei diesen Modellen braucht man also über die Airmatic gar nicht nachzudenken.
Wichtig ist mir ansonsten vor allem ein ansprechendes, gut erhaltenes Interieur. Ich sehe in den Inseraten viele Lederausstattungen, die nicht besonders gut gealtert sind. Ich würde unbedingt darauf achten, ein Fahrzeug mit Leder in gutem Zustand Pflegezustand zu bekommen. Über Ledersitze verfügen aber fast alle W220, die ich in Inseraten sehe, Stoff war extrem selten (so selten, dass es schon wieder reizvoll wäre). Velourssitze endeten in der S-Klasse mit dem Vorgänger W140, sie gab es im W220 nicht mehr.
Leder ist im W220 übrigens nicht gleich Leder: Als hochwertige Alternative gab es das Leder Nappa, bzw. darüber noch das Leder Nappa Exklusiv. Das wäre für mich in jedem Fall die Innenausstattung der Wahl! Zum einen kommt dann ein höherwertiges Nappaleder zum Einsatz. Man erkennt man Nappa oft daran, dass die Sitze deutlich „satter“ und komfortabler wirken als das Standardleder. Es vermittelt eher den Eindruck einer klassischen Luxuslimousine, während das normale Leder etwas straffer und robuster wirkt. Zum anderen sind bei der “Exklusiv-Ausstattung” auch das Armaturenbrett und die Türen mit echtem Leder bezogen, und der Dachhimmel ist mit Alcantara bezogen.
Schön (wenn auch nicht unbedingt ein Muss) wären die Multikontursitze. Sie besitzen mehrere Luftkammern in Rückenlehne und Seitenwangen, die sich individuell aufblasen lassen. Dadurch kann man Schulterbereich, Lordose und Seitenhalt deutlich besser anpassen als bei den normalen Komfortsitzen. Zusätzlich gibt es oft die Massagefunktion „PULSE“.

Auch das BOSE-Soundsystem wäre bei mir auf der Nice-to-have-Liste. Man erkennt es einfach an den Schriftzügen auf den Lautsprecherabdeckungen in der Türe vorne, am zusätzlichen Center-Lautsprecher mittig auf dem Armaturenbrett oder am Subwoofer auf der Hutablage. Es wird allerdings beim Soundsystem des W220 in den gängigen Foren auch immer wieder von Elektronikproblemen und Ausfällen der Verstärker oder Lautsprecher berichtet. Man sollte beim Kauf also unbedingt alle Lautsprecher Popeinzeln genau anhören und auch Funktionen wie Fader und Balance bewusst zum Test nutzen.

Als Getriebe ist beim W220 die Automatik gesetzt – etwas anderes gab es nicht. Der Standard war die 5G-TRONIC (722.6) mit 5 Gängen, wie der Name sagt. Sie gilt als sehr komfortabel und auch als eines der haltbarsten Automatikgetriebe von Mercedes.
Ab September 2003 wurden die Achtzylindermodelle S430 und S500 mit dem neuen Automatikgetriebe 7G-TRONIC ausgestattet. Es reduzierte nicht nur den Kraftstoffverbrauch deutlich, sondern schaltete gleichzeitig schneller und komfortabler als bisherige Automatikgetriebe. Das neue Automatikgetriebe, das für ein hohes Dauerdrehmoment von 700 Newtonmetern ausgelegt war, löste die bisherige Fünfgang-Automatik ab.
Das Schöne beim CL600 ist, dass alles Wesentliche serienmäßig war: Die Spitzenstellung des CL600 in der Modellpalette unterstrichen serienmäßige Ausstattungsumfänge wie das Multifunktionslenkrad, die Klimatisierungsautomatik mit Aktivkohlefilter, elektrisch verstellbare Ledersitze mit Memory, Radio MB Audio 30, Leder Nappa Exclusiv und das Bose Soundsystem.
Was ist mir sonst noch wichtig❓
Angesichts der Marktlage, die noch viele Autos mit wenig Laufleistung und teils aus erster Hand hergibt, würde ich einen besonders großen Fokus auf die Historie und den Zustand legen. Am liebsten würde ich mir ein Fahrzeug mit weniger als 100.000 Kilometern Laufleistung sichern, dessen Zustand das auch widerspiegelt.
Da der W220 bereits einen volldigitalen Tacho hatte, der sich rein technisch gesehen leicht verändern lässt, ist die Dokumentation der Historie und der Laufleistung anhand von Werkstattrechnungen und AU-Berichten bei einem Fahrzeug mit geringer Laufleistung besonders wichtig.
Die große Modellpflege von 2002 wäre für mich nach heutigem Kenntnisstand nicht von großer Bedeutung. Die optischen Änderungen empfinde ich als überschaubar, auch wenn die Klarglasscheinwerfer nach dem Facelift vielleicht etwas besser aussehen. Ich habe oft gelesen, dass die Rostvorsorge nach der Modellpflege spricht man von besserer Rostvorsorge. Kann ich nicht beurteilen, klingt für mich aber plausibel.
Gibt es so ein Auto aktuell am Markt❓
Kurze Antwort: Nein, das perfekte Traumauto findet sich nicht auf Anhieb – wie so oft, wenn man einen spezifisches Youngtimer-Modell sucht. Es gibt aber nichtsdestotrotz viele attraktive Fahrzeuge am Markt; ich bin sicher, dass ich mit etwas Zeit und Energie meinem Wunschauto recht nahe kommen könnte.
Ganz aktuell beispielsweise sind mir drei W220-/ C215-Zwölfzylinder ins Auge gefallen, die ich hier kurz einmal vorstelle (…wobei ich alle drei nur aus dem Inserat kenne).
Hier gibt es beispielsweise einen – dem Inserat nach – sehr schönen CL600. Wenn ich die Farbe auf den Fotos richtig deute, handelt es sich um almadinschwarz metallic – das passt. Ebenso schön ist, dass es sich um den Biturbo-V12 nach der Modellpflege mit 500 PS handelt – faszinierend. Allerdings hat das Fahrzeug mit 165.000 km schon etwas mehr gelaufen, als mir lieb ist, und der Preis ist dafür mit 24.000 Euro schon vergleichsweise hoch.

Besonders farbenfroh steht dieser CL600 aus erster Hand und mit weniger als 100.000 km Laufleistung im Inserat da. Bei der Sonderlackierung könnte es sich um die intensive Mercedes-Unifarbe magmarot 586 handeln, die es für den W220/C215 standardmäßig gar nicht gab. Auch innen setzt sich die große Farbenfreude mit rot-grauen Ledersitzen fort. Dieser CL600 dürfte damit ein Unikat sein – aber den Preis von 49.900 Euro wäre mir dieses Auto nicht wert.

Die Auswahl ist bei den Limousinen naturgemäß größer – von denen gab es eben auch mehr. Sehr elegant finde ich diesen S600 L in almadinschwarz metallic mit grauem Leder Nappa Exclusiv innen. Auch er scheint aus erster Hand zu sein. Der Preis ist mit 26.500 Euro allerdings auch eher selbstbewusst angesetzt.

An interessanten Angeboten mangelt es nicht; man müsste wie gesagt ein bisschen Zeit und Energie in die Suche investieren.
Die Kernfrage ist aber eine andere: Sollte ich für den „richtigen“ CL600 meinen R129 eintauschen (denn die Entscheidung würde für mich mit einem C215 vernünftigerweise einhergehen), oder wäre das ein schlechter Tausch? 🤔
Ich freue mich wie immer über Rückmeldungen und Anregungen in den Kommentarfeldern unter dem Beitrag!










