
So gerne ich auch ĂŒber meine eigenen Youngtimer-Erlebnisse berichte, freue ich mich immer sehr ĂŒber die Erfahrungsberichte von Euch als Lesern meines Blogs. Es sind immer wieder beeindruckende Erlebnisse, von denen Ihr berichtet – so wie Sebastian, der im folgenden Beitrag mit uns teilt, wie er ganz unverhofft zu einem BMW 750i der Baureihe E32 gekommen ist.
Damit gebe ich das Wort gerne weiter an Sebastian!
Die Geschichte meines BMW E32 beginnt ganz trivial: Ich habe einem Kollegen geholfen, seine Halle zu entrĂŒmpeln. 20 Jahre lang hatte diese recht groĂe Halle niemand mehr aufgerĂ€umt und sie war voll von SperrmĂŒll, Kartons und einer Menge Dreck. Und wĂ€hrend wir uns Schritt fĂŒr Schritt durch das Inventar der Halle arbeiteten, sind wir auf den BMW gestoĂen, der einst dem mittlerweile sehr erkrankten Vater meines Kollegen gehörte.

Das einzige, was meine Kollegen spontan noch bekannt war: Der BMW war damals – vor mindestens 20 Jahren – auf eigener Achse in die Halle hineingefahren. Er war bis zuletzt angemeldet und wurde dann dort abgestellt.
Wir haben natĂŒrlich unsere AufrĂ€umarbeiten in der Halle fortgesetzt und das Fahrzeug dann buchstĂ€blich ausgebuddelt. Man konnte erahnen, dass es ĂŒber 20 Jahre wie in einer Zeitkapsel stand – er war zwar unfassbar dreckig, jedoch anscheinend tatsĂ€chlich unbeschĂ€digt. Die schöne Ăberraschung: Als âBelohnungâ fĂŒr ein halbes Jahr Hilfe beim EntrĂŒmpeln in meinen freien Stunden hat mein Kollege mir dieses Fahrzeug kurzerhand ĂŒberschrieben! đ

So bin ich ganz ĂŒberraschend stolzer Besitzer eines BMW 750i aus dem Jahr 1989 geworden. Mein erster Eindruck: Positiv – so wie ich das sehe ist ein E32 mit sehr schöner Ausstattung, hellem Leder und dunkelblauem Lack. Noch positiver die geringe Laufleistung – anscheinend echte 69.000 Kilometer. Letzteres deckt sich unter anderem mit vorhandenen Rechnungen und dem letzten Ălzettel. Negativ – klassischer Scheunenfund! Er stand allerdings trocken in der Halle, Rost ist keiner erkennbar.

Wie gesagt war der BMW von auĂen sehr dreckig und es waren klassische StandschĂ€den zu erwarten. Der Innenraum sah hingegen sehr gut aus, obwohl das Schiebedach ĂŒber mehr als 20 Jahre in der Hubposition stand. Lediglich das Radio fehlte. Und von den Fahrzeugpapieren gibt es leider nur noch Kopien.

Aktuell habe ich den Wagen aus der Halle âgeborgenâ und ihn in eine Werkstatt gebracht, die einem Freund gehört (deshalb ich glĂŒcklicherweise keine Lohn- oder Hallenkosten zu zahlen). Dort wird er Schritt fĂŒr Schritt inspiziert. Er geht das Fahrzeug Schritt fĂŒr Schritt durch und gibt mir seine Feedbacks, ob ich noch weiter investieren oder ggf. irgendwann abbrechen sollte, um das Fahrzeug als Bastlerfahrzeug zu verkaufen.
Mittlerweile wurden zum Beispiel schon neue Benzinpumpen und Einspritzventile verbaut â der Motor lĂ€uft wunderbar, die Kette macht keine GerĂ€usche. Die Prognosen stehen also mittlerweile gut. Dass der Motor lĂ€uft, wirkt sich schonmal positiv auf den Fahrzeugwert und meine Investitionsbereitschaft aus. Trotzdem grĂŒbelt man natĂŒrlich, bis zu welchem Punkt sich Investitionen lohnen, und ob dieses Fahrzeug irgendwann einen gewissen Wert erlangt. Sollte das Technische passen, wĂŒrde ich den Wagen jedenfalls sehr gerne in meinem Besitz halten. Ich fĂŒhle mich diesem 750i irgendwie verbunden und es fĂŒhlt sich richtig an, in ihn zu investieren.

Gerne wĂŒrde ich mich mit Euch austauschen zu folgenden Fragen: Soll ich das Fahrzeug weiter aufbauen (Bremsen, Reifen und was wohl sonst noch fĂ€llig wird)? Fahrzeug halten? Und nicht zuletzt: Wert? Wertanlage ja/nein? Fragen ĂŒber Fragen⊠đ
Vielen Dank, Sebastian, fĂŒr diesen schönen Erfahrungsbericht. Ich fĂŒr meinen Teil sage âhalten und investierenâ und wĂŒnsche Dir sehr viel Freude mit dem 750i! đ
Wer noch Anregungen fĂŒr Sebastian hat, kann diese sehr gerne im Kommentarfeld unter dem Beitrag hinterlassen. đ


